Cheryl Studer

Liebestod Rec.:

Jan.1988 Dir. Tate, Jeffrey (Orchester des Bayrischen Rundfunks) CD: EMI 5553502

02.-05.Jun.1993 Dir. Sinopoli, Giuseppe (Staatskapelle Dresden) CD: DG 439865-2


Studer, Cheryl, Sopran, * 24.10.1955 Midland (Michigan)
; sie begann ihre Ausbildung im Alter von 12 Jahren an der Interlochen Arts Academy; dann während drei Jahren am Berkshire Music Centre in Tanglewood Schülerin von Phyllis Curtin. 1978 gewann sie einen Gesangwettbewerb der Metropolitan Oper New York und setzte darauf ihre Ausbildung an der Wiener Musikakademie, u.a. bei Hans Hotter, fort. Sie war bereits in ihrer amerikanischen Heimat als Konzertsängerin aufgetreten. 1980 erhielt sie ihr erstes Bühnenengagement an der Staatsoper von München (Debüt als erste Dame in der »Zauberflöte«). 1981 hatte sie dort einen aufsehenerregenden Erfolg als Marie in Smetanas »Verkaufter Braut«. 1982-84 war sie Mitglied des Staatstheaters von Darmstadt, 1984-86 der Deutschen Oper Berlin. Es kam dann zur Ausbildung einer großen, internationalen Karriere. 1985 hatte sie bei den Festspielen von Bayreuth einen sensationellen Erfolg als Elisabeth im »Tannhäuser«. Diese Partie wiederholte sie dort 1986-87 und 1989; 1988-90 wurde sie in Bayreuth als Elsa im »Lohengrin« gefeiert. 1986 zu Gast an der Grand Opéra Paris als Pamina in der »Zauberflöte« an der Covent Garden Oper London hörte man sie 1987 als Elisabeth, 1988 als Elsa, 1994 als Aida; an der Münchner Staatsoper 1987 als Sieglinde in der »Walküre«, dann als Kaiserin in der »Frau ohne Schatten« von R. Strauss, 1996 als Arabella in der gleichnamigen Oper von R. Strauss. An der Oper von Rom wirkte sie 1987 in einer konzertanten Aufführung von Webers »Euryanthe« mit, an der Mailänder Scala sang sie das Sopransolo im Verdi-Requiem. 1988 erschien sie wieder an der Grand Opéra Paris, jetzt als Elsa. Ebenfalls 1988 kam es zu ihrem Debüt an der Metropolitan Oper New York in der Partie der Micaela in »Carmen«. 1989 übernahm sie an der Staatsoper von Wien wie bei den Salzburger Festspielen die Chrysothemis in »Elektra« von R. Strauss. 1989 trat sie an der Mailänder Scala als Elena in Verdis »I Vespri Siciliani« auf, 1991 als Odabella in »Attila« von Verdi. 1990 sang sie an der Wiener Staatsoper die Elsa im »Lohengrin« (mit Placido Domingo in der Titelrolle) und die Donna Anna im »Don Giovanni«, 1991 die Gräfin in »Figaros Hochzeit«, die sie auch 1995 an der Londoner Covent Garden Oper vortrug, 1996 an der Oper von Lyon die Leonore im »Fidelio«. Bei den Salzburger Festspielen war sie 1990-91 als Elettra in Mozarts »Idomeneo«, 1992 als Kaiserin in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss 1995 als Marschallin im »Rosenkavalier«, 1996 als Leonore im »Fidelio« anzutreffen. Sie gastierte am Teatro Liceo Barcelona, am Opernhaus Bonn und an den großen amerikanischen Bühnen, war aber nicht weniger erfolgreich als Konzertsopranistin. Auf der Bühne lagen Schwerpunkte ihres Repertoires im Mozart- und im Wagner-Fach, dazu in Partien wie der Mathilde in Rossinis »Wilhelm Tell« (Mailänder Scala), der Elena in Verdis »Vespri Siciliani«, der Marguerite im »Faust« von Gounod und der Titelpartie in Rossinis »Semiramide«. 1989 übernahm sie in Philadelphia mit der Lucia di Lammermoor eine der großen klassischen Koloraturpartien und unterstrich damit einmal mehr ihre vielseitige, die Fachgrenzen übergreifende Begabung. Beim Rossini Festival in Pesaro sang sie 1990 die Mme. Cortese in »Il Viaggio a Reims« von Rossini. 1997 gastierte sie an der Wiener Staatsoper als Elsa im »Lohengrin« und als Ariadne in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, an der Staatsoper München als Rosalinde in der »Fledermaus« und 1998 auch dort als Ariadne. Bei den Bayreuther Festspielen war sie 1998 als Senta im »Fliegenden Holländer« zu hören.

- Schallplatten: Bei der Vielzahl von Schallplattenaufnahmen kann nur eine Übersicht gegeben werden: Ariola-Eurodisc (Walküre im Ring-Zyklus), Orfeo (»Die Feen« von R. Wagner, Requiem von Donizetti), HMV-Electrola (Verdi-Requiem, 9. Sinfonie von Beethoven, Elena in »I Vespri Siciliani«, Kaiserin in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss, »Attila« von Verdi, Sieglinde in der »Walküre«), DGG (Elisabeth im »Tannhäuser«, Gutrune in der »Götterdämmerung«, Elsa im »Lohengrin«, »Fierrabras« von Schubert, »Salome« von R. Strauss, »La Traviata« mit Placido Domingo, Gräfin in »Nozze di Figaro«, »Lucia di Lammermoor«, »Das klagende Lied« und 8.Sinfonie von G. Mahler, Hanna Glawari in der »Lustigen Witwe«), Philips (Königin der Nacht in der »Zauberflöte«, Giulietta in »Hoffmanns Erzählungen«), Schwann (»Der Geburtstag der Infantin« von Zemlinsky), EMI (»Faust« von Gounod, Eva in den »Meistersingern«, Salomé in »Hérodiade« von Massenet), Virgin-EMI (»Susannah« von C. Floyd); Virgin-Video (Chrysothemis in »Elektra« von R. Strauss), Philips-Video (»Lohengrin«, »Tannhäuser«), Castle-Video (»Lohengrin«), Videoland Wien (»Attila« von Verdi). DGG (Senta im »Fliegenden Holländer«, Gilda im »Rigoletto«).

Lit: A. Blyth: Cheryl Studer (in »Opera«, 1994).

Site: http://home.total.net/~mrgdp/

GALLERY
as Elisabeth Wien (Collection G&K)
as Elisabeth Wien
as Elisabeth Bayreuth 1985
as Elsa Bayreuth 1988
as Elsa with Domingo Wien 1990
as Senta Bayreuth 1999
as Arabella with Kotoski Zürich Mai 2000
as Kaiserin with Lipovsek "Frau ohne Schatten" Salzburg 1992
as Eurydike "Orpheus" Karl Orff München 1980
as Marschallin
as Marschallin Salzburg
as Ariadne Wien
as Violetta (by courtesy of Charles B. Mintzer)
as Bertalda "Undine" Darmstadt Oct. 1983
Portrait
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